A k t u e l l e s

Aktuelle Kurstermine

Hauptkurszeiten:

 

 Berufsorientierungskurse



14. Februar  -  Juni 2017

 

5. September - Dezember 2017

 

Schulabschlusskurse

 

9. Januar  -  Dezember 2017

 

8. Januar - Dezember 2018

Foto: Bezirksamt Mitte

Aktionstag Frau und Beruf

Am Mittwoch, dem 08.06.2016, fand im Berliner Rathaus Mitte der
Aktionstag Frau und Beruf statt, der von fast 400 Frauen besucht wurde.

Unter dem Motto: Der Arbeitsmarkt braucht Frauen, waren über 25 Bildungs-und Beratungseinrichtungen vor Ort. 

Zu den angebotenen Themen gehörten: Bildungsabschlüsse, Qualifikationen, Deutschlernen, Minijobs, Jobsuche, Bewerbungen, Kompetenzfeststellung, Anerkennungsberatung und andere.

 

Frauenzukunft e.V. findet lobende Erwähnung:

 

P U N K T
Das Magazin aus Berlin über den Europäischen Sozialfond

 

In der neuen Ausgabe des PUNKT, Nr. 126 (März/April 2015) wird die "Frauenbildung und Beratung im Wedding" des Trägervereins Frauenzukunft als gelungenes Beispielprojekt angeführt. Neben dem Berufsorientierungskurs und den Vorbereitungskursen für den externen einfachen und erweiterten Hauptschulabschluss (heute: Berufsbildungsreife) wird auch auf unsere Unterstützung durch unsere ausschließlich weiblichen Lehrkräfte bei persönlichen Problemen der Teilnehmerinnen hingewiesen.

Frauenzukunft e.V. ausgezeichnet

Unser Projekt Frauenzukunft e.V. wurde in die Best-Practice-Datenbank der Berliner Strukturfonds des Europäischen Sozialfonds (ESF) für die Förderperiode 2007-2013 aufgenommen.

 

Link: www.berlin.de/sen/strukturfonds/ab2007

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Frauenbildung und Beratung im Wedding

 

Berufsorientierungskurse für arbeitslose Frauen

 

Frauenbildung und Beratung im Wedding ist ein Frauen­bildungsprojekt des Frauenzukunft e.V. in zwei Stufen, das seit 1989 Berufsorientierungskurse (Stufe I) und seit 1994 Vorbereitungskurse für den externen einfachen und erweiterten Hauptschulabschluss (Stufe II HASA-Kurse) durchführt. Das Projekt wird durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und Mittel des Landes Berlin gefördert.

 

Das Bildungsangebot richtet sich insbesondere an arbeits­lose Frauen mit geringen Bildungsvoraus­setzungen, die mindestens 18 Jahre alt sind. Viele der Teilnehmerinnen (TN) besitzen einen Migrationshintergrund, in Stufe 1 sind es mehr als drei Viertel, in Stufe 2 die Hälfte. Daher ist Deutsch ein besonderer Schwerpunkt in den Kursen.
Gerade junge Migrantinnen zwischen 18 und 22 Jahren haben aufgrund negativer Schul­erfahrungen häufig den Wunsch, zunächst unter Frauen zu lernen, um ein stärkeres Selbstbewusstsein und eine Berufsperspektive entwickeln zu können. Migrantinnen kommen unter anderem gezielt in das Projekt, um gemeinsam mit Frauen deutscher Herkunft zu lernen. Die meisten Teilnehmerinnen haben Kinder, viele sind alleinerziehend.

Vorbereitungskurse für den externen Hauptschulabschluss

Die Angebote bauen aufeinander auf. Teilnehmerinnen besuchen in der Regel zuerst einen Berufsorientierungskurs, um hier in Deutsch, Mathematik, Englisch und Allgemeinbildung Schulwissen aufzufrischen, eine berufliche Perspektive zu entwickeln und um ihren Alltag auf eine Weiterbildung vorzubereiten.
Danach besuchen sie die Vorbereitungskurse für den externen normalen Hauptschul- oder den erweiterten Hauptschulabschluss. In fast jedem Jahr bestehen alle zur Prüfung ange­meldeten Teilnehmerinnen den Schulabschluss.

Individuelle Förderung der Teilnehmerinnen

Seit 2010 arbeitet der Frauenzukunft e.V. in beiden Projektstufen auf der Grundlage des "Kriterienkatalogs zur Ausbildungsreife". Das heißt, es wird nicht nur schulisches Wissen vermittelt, sondern es wird versucht, in der individuellen Förderung der Teilnehmerinnen mit ihnen gemeinsam persönliche Kompetenzen zu entwickeln und zu stärken:
Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, die Präsentation von Arbeitsergebnissen, Konfliktfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Verantwortungs­bewusstsein, Selbstorganisation, Durchhaltevermögen und Sorgfalt in der Ausübung von Aufgaben sind Bestandteil des Unterrichts und werden in besonderen Trainingsmodulen geübt.

Als wichtiges übergeordnetes Ziel gilt es, das Verantwortungsgefühl für das eigene Lernen zu wecken, eine neue Lernkultur zu schaffen. Das im Projekt eingeführte methodisch-didaktische Konzept SelbstOrganisiertesLernen (SOL) gibt praxisnahe Hilfestellung, wie SchülerInnen zu selbständigem Lernen geführt werden können und wie durch kooperatives Lernen in Gruppenprozessen soziale und personelle Kompetenzen gefördert werden können.

 

Projekttitel

Frauenbildung und Beratung im Wedding

   

Zwischengeschaltete

Stelle
(Bewilligungs-behörde)

Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Abteilung I B - Gleichstellung von Frauen in der Arbeitswelt
Oranienstr. 106, 10969 Berlin

Geschäftsbesorgerin: zukunft im zentrum GmbH

 

Zielgruppe des Projektes

Frauen ab 18 Jahren mit niedrigen formalen Bildungsabschlüssen, häufig
ohne Schul- und Berufsabschluss.

Ziel des Projektes

 

Als wichtiges übergeordnetes Ziel gilt es, das Verantwortungsgefühl für das eigene Lernen zu wecken, eine neue Lernkultur zu schaffen.

Ziel der Schulabschlusskurse ist das Bestehen der externen Prüfung für den Abschluss der 9. (einfacher Hauptschulabschluss/BBR) und der 10.Klasse (erweiterter Hauptschulabschluss/eBBR) an einer Berliner Schule.

Inhalte/ Schwerpunkte
des Projektes

Die Bildungsangebote im Einzelnen:

Stufe 1, Berufsorientierungskurse:

Zweimal jährlich/vier Monate,
vier Vormittage pro Woche,
Unterricht von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr, einmal von 9:00 Uhr bis 14:15 Uhr (mit Deutsch als Zweitsprache/DaZ).
Beginn der Kurse ist jeweils Anfang und Mitte des Jahres.

Im Berufsorientierungskurs lernen ca. 20 Frauen. Unterrichtet wird in zwei Teilgruppen mit jeweils 10 TN binnendifferenziert. Da die TN große Unterschiede in den Bildungsvoraussetzungen mitbringen, wird der Unterricht bei Bedarf mit individuellem Stützunterricht ergänzt. Die Unterrichtsfächer sind Deutsch, Mathematik, Englisch, Allgemeinbildung und Berufliche Orientierung (BO). In BO entwickeln die TN eine berufliche Perspektive für sich. Der Unterricht wird ergänzt durch Trainingsmodule: mehrere Kommunikationsmodule zu Grundlagen der Kommunikation mit Übungen und Rollenspielen; Module zum Bewerbungstraining mit Profiling, dem Erstellen von Bewerbungsunterlagen und dem Üben von Bewerbungsgesprächen mit Videoauswertung. In fächerübergreifenden Trainings erarbeiten sich die Frauen kaufmännische Basiskompetenzen in berufsnahen Lernfeldern im Dienstleistungsbereich. Sie wenden hier in kleinen Projekten an, was sie im Unterricht in Mathematik und Deutsch theoretisch erlernt haben. Außerdem werden mit den Teilnehmerinnen im Rahmen des Unterrichts Ausstellungen in Museen, Bibliotheken und politische Institutionen wie Abgeordnetenhaus oder Bundestag besucht.

 

Stufe 2, Schulabschlusskurse:

Von Januar bis Dezember,
vier Vormittage pro Woche.

Ziel der Schulabschlusskurse ist das Bestehen der externen Prüfung
für den Abschluss der 9. (einfacher Hauptschulabschluss/BBR) und der 10.Klasse (erweiterter Hauptschulabschluss/eBBR) an einer Berliner Schule.

 

Der Frauenzukunft e.V. nimmt jedes Jahr 30 Frauen auf, die Hälfte von ihnen hat bereits den Berufsorientierungskurs in Stufe I besucht, alle anderen sind externe Teilnehmerinnen, die sich auf Empfehlung anderer Projekte und der Jobcenter melden. Frauen deutscher und nicht-deutscher Herkunft (50% zu 50%) lernen zusammen in zwei leistungsdifferenzierten Lerngruppen. In der Probezeit entscheidet sich, für welche Lerngruppe die Teilnehmerin geeignet ist und welche Förderung sie braucht, um den Schulabschluss zu erreichen. Schon in der Probezeit findet Lernberatung statt, um frühzeitig über Lernerfahrungen, über besondere Fähigkeiten, aber auch Schwierigkeiten informiert zu sein und eine gezielte Förderung zu planen. Frauen nicht-deutscher Herkunft brauchen häufig Unterstützung in den sprachlichen Fächern Deutsch und Englisch. Zusätzlicher Unterricht "Deutsch als Zweitsprache" und Stützunterricht sind Teil des Stundenplans. Generell ist Stützunterricht in allen Fächern möglich.

 

Bewertung/
Effekte/
Wirkung
des Projektes

Die Teilnehmerinnen bekommen mit dem Hauptschulabschluss die Voraussetzung für eine Berufsausbildung oder eine qualifiziertere Weiterbildungsmaßnahme. Sie erwerben in den Kursen durch das Erweitern persönlicher Kompetenzen Ausbildungsreife und ein Allgemeinwissen, das sie in die Lage versetzt, an gesellschaftlichen politischen und kulturellen Angeboten Teil zu haben. Dieses wirkt in die Familien hinein: Sie verfügen über eine neue Lernkultur, die sie auch in der Erziehung ihrer Kinder umsetzen. Häufige Bemerkungen während der Kurse sind: "Ich möchte meinen Kindern in der Schule helfen können." "Ich möchte nicht als dumme Mutter dastehen."   "Ich möchte meinen Abschluss machen, um von Hartz IV wegzukommen".

In den Berufsorientierungs- und Schulabschlusskursen erweitern die Teilnehmerinnen ihre sprachlichen Kompetenzen; insbesondere die Frauen mit Migrationshintergrund profitieren auf ihrem Weg in die deutsche Gesellschaft von einer intensiven sprachlichen Förderung.

Ziel der Schulabschlusskurse ist die Abschlussprüfung. Hier muss bewiesen werden, wie viel man gelernt hat, wie viel Mühe trotz aller persönlichen und familiären Probleme aufgewendet wurde. Über 90% der angemeldeten Teilnehmerinnen sind jedes Jahr erfolgreich.

Gegen Ende der Kurse wird über Berufswünsche diskutiert und die Weiterbildungsberatung, die für beide Stufen angeboten wird, in Anspruch genommen. Traumberufe wie z.B. Physiotherapeutin oder Erzieherin weichen der Realität beim Jobcenter. Hier müssen die Vorstellungen einem eher desillusionierenden Ausbildungsangebot weichen. Manchen Teilnehmerinnen gelingt es, das Jobcenter zu überzeugen, die Förderung für den Mittleren Bildungsabschluss zu bewilligen (MSA). Einigen Frauen gelingt es, nach sechs Monaten die MSA-Prüfung zu bestehen.

Die Verbleibsuntersuchung zeigt: Nach einem Jahr sind doch ca. 50% der TN in Ausbildung: haben eine Berufsausbildung als Heilerziehungspflegerin, Verkäuferin, als Medizinische Masseurin, Sozialassistentin begonnen oder den Mut gefasst, sich selbständig zu machen (z.B. mit einem kleinen Restaurant).

Schlüssel
zum Erfolg
des Projektes

Zum Lernerfolg trägt ein engagiertes Dozentinnenteam bei, das bereit ist, auch neue Wege auszuprobieren und keine Mühe scheut, den nicht immer eingängigen Unterrichtstoff auf unterschiedliche Weise zu präsentieren. Fragen können auch im Einzelunterricht nochmals geklärt werden.

Ohne den unermüdlichen Einsatz der Leiterin und der Sozialpädagogin bei den immer neu auftretenden Problemen der Teilnehmerinnen gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, hätten viele das Ziel nicht erreicht. Abbrüche erfolgen meist in der Probezeit, bevor die TN zur Prüfung angemeldet werden.

Im Projekt gibt es die Möglichkeit, gemeinsam zu frühstücken, sich dadurch besser kennenzulernen, bei traditionellen Festen von Frauen anderer Nationen mit köstlichen Speisen verwöhnt zu werden. Gemeinsame Ausflüge zu geschichtsträchtigen Orten in Berlin oder ein Museumsbesuch machen eine andere Form des Lernens möglich.



Kontakt

Genter Strasse 74

13353 Berlin

 

Tel.: 030 - 461 44 77

E-Mail: info@frauenzukunft-ev.de

 

Ansprechpartnerinnen

Dr. Angelika Mette-Dittmann

Maria Rossilhol

 

Frauenzukunft e.V.